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Alte Website: reparieren oder neu bauen?

Kurz gesagt: Solange drei Dinge stimmen – die Seite ist am Handy brauchbar, sie läuft über https, und das System dahinter bekommt noch Updates –, ist Reparieren fast immer die günstigere Variante. Fehlt eines dieser drei Dinge, ist jede Reparatur nur eine Anzahlung auf den Neubau, den Sie ohnehin machen. Alles andere – alte Fotos, falsche Preise, tote Links, die Jahreszahl von vorgestern – lässt sich in jedem Zustand richten und ist nie ein Grund für eine neue Seite.

Der Test, den Sie selbst machen können

Nehmen Sie Ihr Handy, nicht den Bürorechner, und schalten Sie WLAN aus. So sieht ein Kunde Ihre Seite am Abend auf der Couch.

Sechs Anzeichen, dass die Technik am Ende ist

1. Die Seite ist nicht handytauglich. Google crawlt seit Juli 2024 alle Websites mit dem Smartphone-Bot. Inhalte, die am Handy nicht erreichbar sind, werden nicht indexiert (Google Search Central, Juni 2024). Eine reine Desktop-Seite ist damit nicht nur unangenehm für Kunden, sie kann aus der Suche fallen. Ebenso ein Auslaufmodell: eine separate Handy-Version unter einer eigenen Adresse.

2. Kein https. Chrome kennzeichnet unverschlüsselte Seiten seit Version 68 (Juli 2018) als „Nicht sicher". Bei den meisten Hostern ist ein Zertifikat heute im Paket enthalten oder kostenlos zuschaltbar. Wenn Ihr Anbieter dafür extra verrechnet, sagt das mehr über den Anbieter als über Ihre Seite.

3. Das System dahinter bekommt keine Sicherheitsupdates mehr. PHP 8.1 und älter werden seit 31.12.2025 nicht mehr gewartet, PHP 8.2 läuft mit 31.12.2026 aus (php.net, Stand 14.08.2026). Läuft Ihre Seite auf einer älteren Version, ist ein Update oft nicht möglich, ohne dass die Seite auseinanderfällt – dann hängen Sie fest. Dasselbe gilt für ein Redaktionssystem, das seit Jahren nicht aktualisiert wurde. Welche Version läuft, sagt Ihnen Ihr Hoster auf Anfrage.

4. Ladezeit. Der häufigste Grund sind Fotos, die unbearbeitet aus der Kamera oder vom Handy hochgeladen wurden. Das ist eine Reparatur von zwei Stunden, kein Neubaugrund.

5. Tote Links und ein Formular, das ins Leere geht. Ein Kontaktformular, dessen Empfängeradresse es seit dem letzten Providerwechsel nicht mehr gibt, ist der teuerste Fehler auf einer Handwerkerseite – Sie merken ihn nie, weil sich niemand beschwert.

6. Alte Jahreszahlen und Rechtstexte von gestern. Steht auf Ihrer Seite noch ein Link zur EU-Plattform für Online-Streitbeilegung, ist das ein verlässliches Zeichen: Die Beschwerdeeingabe dort wurde am 20.03.2025 eingestellt, die zugrunde liegende Verordnung mit 20.07.2025 aufgehoben, und der Hinweis muss von Websites entfernt werden (WKO, Stand 01.08.2026). Für die Frage, was in Ihr Impressum gehört, ist die WKO die richtige Anlaufstelle, nicht eine deutsche Vorlage aus dem Netz.

Wo die Grenze liegt

BefundReparieren reichtEher Neubau
Design wirkt altmodisch, Technik läuftja
Texte, Fotos, Preise veraltetja
Kein httpsmeist ja
Ladezeit wegen großer Bilderja
Am Handy nur mit Zoomen lesbar, kein mitwachsendes Layoutseltenja
CMS oder PHP ohne Updates, Baukasten abgekündigtja
Niemand hat mehr Zugang zum Systemja
Jede kleine Änderung dauert Wochen oder kostet extraAnbieterfrage

Faustregel: Trifft eine der Neubau-Zeilen zu, zahlen Sie beim Reparieren doppelt. Treffen zwei zu, ist der Neubau meist schon beim ersten Angebot billiger. Und der Aufwand ist geringer, als viele befürchten – bei einer typischen Handwerkerseite mit fünf bis sieben Unterseiten steckt die Arbeit in Texten und Fotos, und die brauchen Sie in beiden Fällen.

Wer die technischen Punkte nicht einzeln durchgehen will: Unter pixel-werkstatt.at/check/ gibt es einen kostenlosen Selbst-Check, der genau diese Punkte an Ihrer bestehenden Seite prüft. Das Ergebnis gehört Ihnen und lässt sich jedem Anbieter vorlegen, auch dem bisherigen.

Was Sie in beiden Fällen vorher klären

Egal ob Reparatur oder Neubau – ohne diese vier Zugänge geht nichts: Domain (Login beim Registrar), Hosting beziehungsweise FTP, Zugang zum Redaktionssystem und Ihr Google-Unternehmensprofil. Diese vier sollten auf Sie laufen, Dienstleister bekommen eigene Zugänge daneben.

Prüfen Sie auch, wer als Inhaber Ihrer .at-Domain eingetragen ist. Registrar und Inhaber sind zwei verschiedene Dinge; Auskunft gibt Ihr Registrar oder nic.at. Ein Inhaberwechsel kostet einmalig 15 Euro netto pro Domain (nic.at). Ein praktisches Indiz: Kommt die Domainrechnung von der Agentur und nicht vom Provider, steht dort oft die Agentur als Inhaber.

Und bevor irgendetwas abgedreht wird: Texte, Fotos und Referenzen der alten Seite lokal sichern. Speichern Sie die Seiten am besten als PDF und laden Sie die Bilder herunter. Das kostet eine halbe Stunde und erspart später viel Ärger.

Wenn Sie nach dem Selbst-Check zum Schluss kommen, dass sich Reparieren nicht mehr auszahlt: Die Pixel-Werkstatt baut Homepages für Handwerksbetriebe in Oberösterreich. Die Erstellung ist gratis, danach kosten Domain, Hosting, E-Mail und alle Änderungen 29 Euro im Monat, monatlich kündbar, die Domain läuft auf Ihren Namen. Bezahlt wird erst, wenn die Seite passt. Dahinter steht ein Baumeister aus Ried in der Riedmark, der die Baustelle kennt.

Stand: August 2026

Keine Zeit für all das?

Wir bauen Handwerksbetrieben die Homepage – Erstellung gratis, danach 29 € im Monat mit Domain, Hosting, E-Mail und allen Änderungen. Monatlich kündbar, bezahlt wird erst, wenn die Seite online ist und Ihnen gefällt.

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